Zwischen Coffee to go und Kartoffeln: Unser Projekt Abfallfreie Wochenmärkte Neukölln, gefördert im Rahmen des Programms „Saubere Stadt“ über das Bezirksamt Neukölln, ist erfolgreich abgeschlossen. In den vergangenen Monaten haben wir das Verpackungsverhalten auf ausgewählten Neuköllner Wochenmärkten untersucht, Gespräche mit Händler*innen und Marktbesucher*innen geführt und gemeinsam mit Marktakteur*innen praktische Ansätze zur Abfallvermeidung diskutiert.
Die Beobachtungen und Interviews zeigen ein vielschichtiges Bild: Einwegverpackungen prägen weiterhin den Marktalltag, gleichzeitig besteht bei vielen Händler*innen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Bring Your Own (BYO) und Mehrweg. Besonders deutlich wurde, wie wichtig Sichtbarkeit und Kommunikation sind – BYO wird vor allem dort genutzt, wo es aktiv angesprochen oder klar signalisiert wird. Zugleich wurden strukturelle Herausforderungen sichtbar, etwa Platzmangel, Hygieneunsicherheiten und wirtschaftlicher Druck.
Der vollständige Abschlussbericht mit allen Ergebnissen und Einordnungen steht hier zur Verfügung:
Hier geht’s zum Bericht.
Unsere wichtigsten Erfahrungen
Wochenmärkte sind nicht nur Orte des Einkaufs, sondern auch soziale Räume mit eigenen Dynamiken. Maßnahmen zur Müllvermeidung greifen besonders dann, wenn sie niedrigschwellig, praktikabel und alltagstauglich sind. Gleichzeitig zeigte sich, dass viele bestehende gesetzliche Regelungen im Marktalltag kaum bekannt oder sichtbar sind. Der direkte Austausch mit Händler*innen und Kund*innen erwies sich daher als zentraler Baustein des Projekts.






Ausblick
Die Ergebnisse bieten eine wertvolle Grundlage für weitere Schritte im Bezirk Neukölln. Perspektivisch sehen wir großes Potenzial in marktübergreifenden Lösungen, einheitlichen BYO-Hinweisen sowie begleitender Kommunikations- und Bildungsarbeit. Auch der stärkere Austausch zwischen Verwaltung, Marktleitungen und Händler*innen bleibt ein wichtiger Hebel, um Abfallvermeidung langfristig im Marktgeschehen zu verankern.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Händler*innen, Marktleitungen und Partner*innen für die Offenheit, die vielen Gespräche und die Zusammenarbeit.
Bilder und Videos von unserer Arbeit findet ihr auch auf unserem Instagram-Account – schaut mal rein und folgt uns.