Immer mehr deutsche Kommunen wollen Zero Waste City werden – also Abfälle systematisch vermeiden und Ressourcen schonen. Kiel hat als erste Stadt in Deutschland ein Zero-Waste-Konzept entwickelt und wurde 2023 offiziell als „Zero Waste City“ ausgezeichnet. Inzwischen folgen weitere Städte und Regionen wie Leipzig, Regensburg, Frankfurt, München oder der Kreis Höxter. Auch international wächst das Netzwerk – zuletzt trat etwa Tallinn bei.
Doch was steckt hinter der Zertifizierung? Städte verpflichten sich zu ehrgeizigen Zielen zur Abfallvermeidung, verzichten auf Investitionen in Müllverbrennung und setzen auf breite Bewusstseinsbildung. Innerhalb von zwei Jahren müssen sie zudem 40 Kriterien umsetzen – von getrennten Bioabfallsammlungen über Bildungsangebote bis hin zu Initiativen wie Reparaturcafés. Im Audit wird die Umsetzung durch unabhängige Expert*innen geprüft und mit bis zu fünf Sternen bewertet.
Die Vorteile sind vielfältig: mehr Glaubwürdigkeit, Zugang zu Expertise und Netzwerken sowie messbare Erfolge. So produzieren Bewohner*innen zertifizierter Städte im Schnitt rund 130 kg weniger Abfall pro Jahr als der europäische Durchschnitt.
Den ausführlichen Artikel mit allen Kriterien, Beispielen und weiterführenden Links findet ihr auf unserer Website.