Pizzakartons gehören zu den größten Müllverursachern im Take-away-Bereich: Rund 40 Prozent des gesamten Verpackungsmülls beim Außer-Haus-Verkauf in Deutschland entfallen laut NABU und DUH auf Pizzakartons. Das Problem: Aufgrund von Fettrückständen lassen sie sich kaum recyceln – und müssen im Restmüll entsorgt werden, wo sie verbrannt werden. Neben hohen CO₂-Emissionen belastet dies auch sichtbar den öffentlichen Raum, insbesondere in stark frequentierten Bezirken. Gleichzeitig enthalten viele Pizzakartons gesundheitlich bedenkliche PFAS („Ewigkeitschemikalien“) und laut einer Öko-Test-Untersuchung vom Februar 2025 sogar Bisphenole (hormonelle Schadstoffe).

Aber es gibt eine Lösung: Mehrwegboxen für Pizza! Gemeinsam mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, und seit September 2026 auch mit dem Bezirksamt Pankow, wollen wir Mehrweg in die Kieze bringen. Wir unterstützen Pizzerien bei der Einführung der Mehrwegboxen mit einem kostenlosen Starterpaket, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit.
Alle teilnehmenden Betriebe erhalten für den Einstieg ein kostenloses Starterpaket im Wert von 500 Euro – mit Pizzaboxen, Kommunikationsmaterial und persönlicher Beratung.
Hier gibt es Pizza in Mehrweg
Ab sofort können Gäste in den folgenden Pizzerien in Berlin ihre Pizza in einer stabilen, wiederverwendbaren Box von PIZZycle mitnehmen – gegen ein Pfand von nur 5 Euro:
- Parma die Vinibenedetti (Kreuzberg)
- Pizzeria Laila (Kreuzberg)
- TERRA (Kreuzberg)
- Il Pizzaiolo (Kreuzberg)
- La Gino (Kreuzberg)
- Al Catzone (Kreuzberg)
- MONTI La Vita la Pizza (Kreuzberg)
- Gino’s Pizza & Pasta (Kreuzberg)
- Pizza Back Kiez (Kreuzberg)
- Oregano (Kreuzberg)
- M&M Pizza und Restaurant (Kreuzberg)
- Eatalian Pizzeria (Friedrichshain)
- Zeus Pizza & Pide (Friedrichshain)
- Pizza Vira (Friedrichshain)
- 3 Dough Bros (Friedrichshain)
- Salami Social Club (Friedrichshain)
- The Factory Pizza und Pasta (Friedrichshain)
- Pizzeria Meyman (Friedrichshain)
- Spaccanapoli nr. 12 (Friedrichshain)
- Sanpietrino (Friedrichshain)
- Leo e Pepe (Kreuzberg)

Wir sind überzeugt: Jede eingesparte Einwegverpackung zählt. Umso schöner ist es, dass diese Pizzerien als Vorreiter dabei sind und Mehrweg möglich machen. Wir hoffen, dass viele weitere Betriebe Lust bekommen, Teil der Bewegung zu werden. Interessierte Pizzerien können sich jederzeit unter info@fragnachmehrweg.berlin melden.
Mehrwegpflicht für Pizza kommt – die gesetzliche Lage:
Bisher sind Pizzakartons von der Mehrwegangebotspflicht ausgenommen (sie gilt nur für Kunststoffverpackungen – mehr hier). Das wird sich mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bald ändern:
- Ab Februar 2027 müssen alle Pizzerien kundeneigene Mehrwegbehälter für Pizza befüllen.
- Ab Februar 2028 wird es zudem Pflicht, ein eigenes Mehrwegangebot für Pizza-to-go bereitzustellen – ohne Aufpreis gegenüber Einwegverpackungen.
- Schon seit 12.08.2026 greift zudem das PFAS-Verbot für fettabweisende Verpackungen.

Deine Pizza – dein Beitrag
Auch als Pizza-Liebhaber*in kannst du einen wichtigen Beitrag leisten, um Verpackungsmüll zu vermeiden:
- Frag nach Mehrweg: Beim Bestellen einfach nachfragen, ob die Pizzeria Mehrweg anbietet oder ob du deine eigene Box mitbringen kannst. Pizza-Mehrwegbehälter kannst du bei einigen Anbietern auch direkt kaufen (Pizzycle, tornero, recaddy)
- Eigene Behälter mitbringen: Ab 2027 wird es für alle Pizzerien verpflichtend – aber schon jetzt freuen sich viele Betriebe über Kund*innen, die eigene Mehrwegbehälter mitbringen.
- Unterstütze Pizzerien, die schon Mehrweg anbieten: Zeige mit deiner Bestellung, dass nachhaltige Angebote gewünscht sind – und hinterlasse positive Bewertungen auf Social Media oder in Apps.
- Sprich drüber: Erzähle Freunden und Familie von der Mehrweg-Möglichkeit bei Pizza – je mehr Menschen mitmachen, desto schneller kommt der Wandel!
Alle Infos, aktuelle Mitmachmöglichkeiten und Projektupdates gibt es ab sofort unter: www.fragnachmehrweg.berlin
Das Projekt wird finanziert durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und gefördert vom Bezirksamt Pankow. Die Finanzierung erfolgt über Mittel aus dem Aktionsprogramm Saubere Stadt. Wir wollen damit nicht nur kurzfristig Verpackungsmüll reduzieren, sondern auch langfristig ein Umdenken anstoßen: Mehrweg soll zum neuen Standard werden – auch bei Pizza!














