Vorstellung der Zero Waste City Zertifizierung im Berliner Abgeordnetenhaus

Am 14.11.2022 fand im Abgeordnetenhaus Berlin ein Treffen statt, in dem das Team um Zero Waste Europe den umweltpolitischen Sprecher:innen der Parteien von Bündnis90/Die Grünen, SPD und Die Linke die Zertifizierung unserer Stadt Berlin als Zero Waste City vorstellten. Jack McQuibban und Kaisa Karjalainen stellten das Konzept der Mission Zero Academy (Schwesterorganisation von Zero Waste Europe) vor, welche für die Zertifizierung von Städten in ganz Europa zuständig ist. Großstädte wie Brüssel und Barcelona haben sich bereits für die Zertifizierung entschieden, in Deutschland befinden sich Köln, München, Kiel und Frankfurt auf dem Weg zur Certified City (sog. „Candidate Cities“). 

v.l.n.r. Diana Guerra, Kaisa Karjalainen (Mission Zero Academy), Nina Lerch (SPD), Benedikt Lux (Bündnis90/Die Grünen), Katalin Gennburg (Die Linke), Jack McQuibban (Zero Waste Europe), Doris Knickmeyer (Zero Waste Germany) beim Treffen im Abgeordnetenhaus Berlin

 

Zu den Hauptkriterien der Zero Waste City Zertifizierung gehören die schrittweise Reduzierung von Siedlungsabfällen und die Abkehr von schädlichen Technologien wie der Verbrennung von Abfällen als Scheinlösung. 

Im Rahmen einer Förderung durch Zero Waste Germany hatte die Zero Waste City AG des Zero Waste Vereins das Berliner Abfallwirtschaftskonzept 2020-2030 („Zero Waste Strategie für das Land Berlin“) mit den Kriterien der Zertifizierung abgeglichen und ist im Abschlussbericht zu dem Ergebnis gekommen, dass die Hauptkriterien erfüllt werden können.

Die Entscheidung zur Zertifizierung Berlins erfordert einen parlamentarischen Beschluss, die Umsetzung der Kriterien wird in Teilen bei der Senatsverwaltung, der Berliner Stadtreinigung oder der in Planung befindlichen Zero Waste Agentur gesehen. 

Das Treffen schloss sich nahtlos an das Zero Waste City Training von Zero Waste Germany an, das an zwei vollen Tagen Mitgliedern unterschiedlicher NPOs aus ganz Deutschland neben fachspezifischen Inhalten die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung bot. 

Wir sehen die Vorstellung im Abgeordnetenhaus als Grundlage für weitere Kommunikation und als Meilenstein für unser 2021 gestartetes Zero Waste City Projekt, in welchem wir uns mit Fragen zur Implementierung des Abfallwirtschaftskonzepts, Circular Economy und gerechter Ressourcenpolitik beschäftigen.

Dafür hat sich der Zero Waste Verein mittlerweile in einem Aktionsbündnis mit Inkota Netzwerk e.V. zusammengefunden.

 

Einmal ohne, bitte Netzwerktreffen

Im November war es wieder soweit. Aus allen Ecken Deutschlands ist das Einmal-ohne-bitte-Netzwerk zusammengekommen, um eine Strategie für 2023 zu entwickeln. Diesmal in Berlin, in der Regenbogenfabrik in Kreuzberg, organisiert von Nika und Nina aus dem Berliner Einmal ohne, bitte Team. Hinter uns liegt ein energiegeladenes Wochenende mit Brainstorming, Strategieentwicklung, Austausch, Kampagnenplanung und Reflektion. Weiterlesen →